Molekulare und räumliche Signaturen von Kindheitstraumata
Molekulare und räumliche Signaturen von Kindheitstraumata im weiblichen paraventrikulären Thalamus
Kindheitstraumata zählen zu den stärksten Risikofaktoren für psychische Erkrankungen und chronische Schmerzen – Frauen sind davon besonders häufig betroffen. Dennoch ist bislang wenig darüber bekannt, wie frühe Belastungen langfristige Veränderungen im Gehirn auslösen.
In diesem Projekt untersuchen Professor Lucas Schirmer und Dr. Sebastian Wieland in der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik am Universitätsklinikum Heidelberg, wie Kindheitstraumata molekulare Veränderungen und neuronale Netzwerke im weiblichen Gehirn beeinflussen. Im Mittelpunkt steht der paraventrikuläre Thalamus – eine zentrale Schaltstelle für die Verarbeitung von Stress, Angst und Schmerz.
Durch die Kombination modernster Einzelzell- und räumlicher Genanalysen mit neurobiologischen Methoden erstellen die Forschenden erstmals eine Karte dieser Veränderungen und untersuchen, wie sie mit erhöhter Vulnerabilität für Angst und chronische Schmerzen zusammenhängen.
Das langfristige Ziel, des durch die Hans und Ria Messer Stiftung geförderten Projekts, ist es, neue Ansatzpunkte für geschlechtsspezifische Prävention und Therapie zu identifizieren.









