Frauen, Hormone und das Gehirn

Förderung 2025-2027 Universitätsklinikum Tübigen

Frauen, Hormone und das Gehirn: Auswirkungen der Hormontherapie auf Gehirnarchitektur, neurodegenerative Marker, kognitive Funktionen und psychische Gesundheit in den Wechseljahren

Während der Wechseljahre, der sogenannten Perimenopause (= Übergangsphase zur Menopause mit ausgeprägten hormonellen Veränderungen), erleben viele Frauen körperliche, emotionale und kognitive Beschwerden. Die zugrunde liegenden Prozesse sind jedoch bislang nur teilweise verstanden. Hinweise deuten darauf hin, dass die hormonellen Veränderungen in dieser Lebensphase die Struktur und Funktion des Gehirns beeinflussen. Obwohl die menopausale Hormontherapie (MHT) seit Langem zur Linderung der Beschwerden in den Wechseljahren eingesetzt wird, ist ihr Einfluss auf Gehirn, Kognition und psychisches Wohlbefinden noch unzureichend erforscht.

Das interdisziplinäre Projekt FEMHOPE der Universitätsklinik Tübingen und des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik untersucht erstmals unter realen klinischen Bedingungen, wie hormonelle Veränderungen und eine mögliche MHT das Gehirn, kognitive Funktionen und das psychische Befinden beeinflussen. Dazu werden 80 Frauen umfassend untersucht – einschließlich Ultrahochfeld-MRT (9.4T), kognitiver Tests, Erfassung der psychischen Gesundheit und detaillierter Hormonanalysen.

 Ziel des durch die Hans und Ria Messer Stiftung geförderten Projektes ist es, diese hormonabhängigen Veränderungen während der Perimenopause besser zu verstehen und damit eine Grundlage für zukünftige, individuell abgestimmte Behandlungs- und Präventionsstrategien in der Frauengesundheit zu schaffen.